From Something To Nothing

Ein Waldstück muss einem Gewerbepark weichen, doch bevor das hässliche Nichts alle Schönheit zerstört, findet sie sich ein letztes Mal in diesem ebenso schönen Film. Aus Tausenden Aufnahmen von Baumrinden des später gerodeten Waldes hat Michael Heindl diesen eindrucksvoll bitteren Abgesang montiert.

Das rosa Kreuz auf dem Baum markiert den Anfang vom Ende. Die Buche muss als Erste weichen, und aus dem Etwas wird das Nichts. Bzw. aus einem 19 Hektar großen Wald bei Ehrenfeld, Oberösterreich, ein riesiges Gewerbegebiet. From Something to Nothing ist das filmische Porträt dieses 2021 gerodeten Naturgebiets – eines der größten Waldvernichtungsprojekte der Region. „Statt einer dokumentarisch-realistischen Herangehensweise“, so Michael Heindl, „wählte ich eine abstrahierende Bildsprache, die nicht auf Wiedererkennbarkeit oder Faktenvermittlung zielt, sondern auf Wahrnehmung, Irritation und emotionale Resonanz.“ Mehr als 3.000 Einzelbilder von Baumrinden des später zerstörten Waldes bilden das fotografische Ausgangsmaterial für diesen Film, dessen Wirkung man sich, auch dank des Soundtracks von Lonesome Andi Haller, nicht zu entziehen vermag. (Michael Pekler)

Orig. Titel
From Something To Nothing
Jahr
2026
Land
Österreich
Länge
7 min
Kategorie
Experimental
Orig. Sprache
Kein Dialog
Credits
Regie
Michael Heindl
Konzept & Realisation
Michael Heindl
Musik
Andi Haller
Produktion
Michael Heindl
Mit Unterstützung von
BMWKMS Abteilung Film, Stadt Wien Kultur
Verfügbare Formate
Festivals (Auswahl)
2026
Linz - Crossing Europe Film Festival (CROSSING EUROPE Innovation Award - Local Artist)
Graz - Diagonale, Festival des österreichischen Films