Yuragim
Saida lebt zwischen Rollen. Als Lehrerin, Tochter und Vermittlerin. Wie ein Zug auf seiner vorgegebenen Strecke ist sie in Bewegung und zugleich gebunden. Als ihr Vorgesetzter ihr näher rückt, steht sie vor einer Entscheidung: folgt sie dem für sie vorgesehenen Weg oder verschwindet sie in einer von ihr selbst geschaffenen Welt?
"Aus einer persönlichen Krise heraus entstand der Film als Akt der Selbstreflexion. Er erforscht, dass Befreiung nicht im Entkommen liegt, sondern darin, die Strukturen neu zu formen, die uns einengen. Saidas Reise ist zugleich intim und universell, eine Geschichte darüber, wie man im Leben wieder Handlungsmacht gewinnt, in einer Welt, die Frauen oft zum Schweigen verurteilt, besonders jene, die zwischen Tradition und Veränderung gefangen sind. Unsere Liebe zu Zentralasien, zu Usbekistan und seinen Menschen hat uns geleitet. Wir empfinden eine tiefe Empathie für sie und ihre Geschichten. Doch wir ziehen es vor, leise zu sprechen statt laut zu rufen, und vermeiden plakative Aussagen. Stattdessen laden wir die Zuschauerinnen und Zuschauer ein, in Raum und Zeit des Films einzutauchen, mit der eigenen Haut zu spüren, was es bedeutet, zu jener Welt zu gehören, und eine Verwandlung zu erfahren, so klein sie auch sein mag, indem sie sich selbst mit Fragen konfrontieren." (Regie Statement)
Yuragim
2026
Österreich, Usbekistan
19 min
Kurzfilm
Deutsch, Usbekisch, Russisch
Englisch